WMR43 – Diaspora in doppeldoof

Wisst ihr noch? Damals? Als WMR noch nicht so populär war? Als der große Ausverkauf noch nicht begonnen hatte und Max und mspro noch authentisch waren? Als mspro noch die Shownotes selber schrieb und nur die Themen und das Zweiergespräch im Vordergrund standen? Purismus, ohne Gast, ohne Tamtam. Einfach The Real Shit! Ach ja, damals …

Das haben wir uns auch gedacht. Deswegen gab’s diesmal einen WMR-Classic nur mit Max, mspro und dem Urheberrecht. Und einigen anderen Themen.

10 Gedanken zu “WMR43 – Diaspora in doppeldoof

  1. Pingback: wir müssen reden: classic | die Hörsuppe

  2. Öffnet man mit VLC die mp4 Datei als Webstream, klingt der Sound arg grausig. Gut, vielleicht kann der VLC kein mp4 nicht perfekt. Daher habe ich die ogg Datei als Webstream geöffnet, die klingt perfekt, aber warum ist die mp4 laut VLC 2:52:53 lang während die ogg Datei als 3:01:42 ausgewiesen wird. Gibt es echte inhaltliche Unterschiede oder ist der VLC schuld?

    (OS Win7 x64 mit aktuellem VLC)

  3. WMR classic, das ist ja sowas von 2011 – Wahnsinn. Auf jeden Fall war es wieder einmal eine sehr schöne Sendung.

    Zum Thema Aktien: In meinen Augen hatten Aktien einmal etwas mit wirtschaftlichen Daten zu tun und sind inzwischen fast ganz beim Roulette angelangt. Nehmen wir ein Beispiel:

    Microsoft-Aktien hat man früher gekauft, weil man meinte, darin den wahren Wert des Unternehmens erkennen zu können. Irgendwann stellten die Leute fest, dass die Aktie immer dann einen Knick aufweist, wenn eine neue Windows-Version heraus kommt, weil dann alle Leute herumjammern, wie schlecht diese neue Version doch sei – nur um ihr kurze Zeit später Rekordverkäufe zu bescheren. Also stellten sich die Händler darauf ein, indem sie während des Knicks Aktien hinzu kauften, weil sie sicher sein konnten, dass sich die Kurse erholen. Das wiederum kann man natürlich einplanen und seine Aktien behalten, weil sich die Kurse ohnehin erholen werden – was den Knick ausbleiben ließe. Andererseits kann ich auch kurz vor jeder neuen Windows-Version meine Aktien verkaufen, auf den Knick hoffen und dann wieder kaufen – was den Knick früher stattfinden ließe und die Länge der Talsohle erweiterte. Natürlich kann ich auch dieses Verhalten vorhersehen und daraus irgendwelche Konsequenzen ziehen. Mit anderen Worten: Die Anzahl der Abstraktionsebenen und der sich daraus ergebenden Handlungsmöglichkeiten ist nahezu beliebig, und da ich nie mit Sicherheit sagen kann, über welche Abstraktionsebene das Gros der Spekulanten gerade sinniert, sind Pferdewetten im Vergleich zum Aktienhandel noch eine auf soliden Fakten basierende Anlageform. Die ganzen Bücher, in denen das Gegenteil behauptet wird, wurden entweder von Leuten geschrieben, die komischerweise von ihren schlauen Tipps nicht reich wurden und nun hoffen, wenigstens über die Buchverkäufe etwas Geld zu bekommen, oder sie stammen von Leuten, die beim Würfeln schlicht Glück hatten und nun ihren Würfelaberglauben mit einer Strategie verwechseln.

  4. Bzgl. dem Blogdiskurs, fremd vs. selbshosten: Ich kann keine Vorteile erkennen, wenn man sich auf fremdgehostete Netzwerke verlässt (die auch noch komplett ohne messbaren Support betrieben werden). Man gibt sich in fremde Hände und man kann sich auf diese Services einfach nicht verlassen. Sie können von heute auf morgen verschwinden. Mein Blog ist älter als jedes Bekannte Social Network und hat z.B. mySpace überlebt und wird – so Gott will – auch Facebook und Google+ überleben. Wieso soll mein Content und die Kommentare darauf mit den Networks untergehen bzw. nur dort verbleiben und in der Masse untergehen (und auch dank schlechter Suchmaschinen nicht findbar sein). Sehe ich nicht ein. Virtualität hin oder her. Im selbstgehosteten Blog verbleibt einfach mehr Kontrolle und mehr Beständigkeit in meinen Händen.

  5. @srbanister: Wo hostest du deine Sachen denn? Auf deinem eigenen Server, der eine von dir verlegte Leitung an einen von dir betreibenen Backbone gebunden ist? Wenn dein Hoster pleite ist, sind deine Daten genau so weg wie bei mySpace oder Facebook oder Twitter.

  6. @343max: naja, du als Technikmann müsstest ja wissen, dass es bei Hostern (also bei besseren) gewisse SLAs gibt, nech. Ich hab ja einen Vertrag mit denen. Klar, bei nem kaputten Backbone können auch die nix machen, aber die Daten sind tendentiell sicherer. Auch könnte ich eine Webseite und eine Datenbank auch woanders hosten. Man ist ja nicht auf einen bestimmten Provider angewiesen. Und es gibt Support. Allein der Versuch bei Facebook Support zu bekommen scheitert an der Möglichkeit einen entsprechenden Kontakt zu finden. Ich konnte z.B. mal über Monate meine Kontaktdaten im FB-Profil nicht ändern. Ich habs sogar irgendwie geschafft über ein Kontaktformular einen Screenshot der Fehlermeldung (“Oops, something went wrong”) zu FB zu schicken. Nie was gehört. Nach ein paar Monaten ging es dann wieder.

    Wie der Lobo schon sagt, die Kostenlosdienste sind nur geborgt. Verlässlich sind sie nicht. Und von meinem mySpace-Profil gibts nicht mal Sternenstaub 🙂

  7. Nette Idee das eine Maximale Geldforderung von 75€ die Abmahnungsindustrie in den Untergang treiben wird. Nur leider wird das so nicht sein. Wenn die Marge sinkt müssen einfach mehr Abmahnungen verschickt werden und dann stimmt das Geschäftsmodell wieder. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es sich Lohnt im Ausland die IP Adressen usw. zu Recherchieren und dann eine Anwaltskanzlei in Deutschland nur noch als Briefversender benötigt wird. Outsourcing wird auch hier funktionieren und die Lohnkosten sind je nach Standort sehr gering. Aber auch die technische Unterstützung wird noch weiter gehen, so dass sich das Geschäft Lohnt.

  8. Prima Folge! Der Facebook-Block war sehr spannend aus Sicht eines potentiellen Werbekunden. Danke dafür und jetzt leg ich mir doch nen Flattr-Account an.

  9. Pingback: WG031: Göttinger Podcaster ranten Dich in den Schlaf | Wikigeeks

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