WMR71 – Wahlkater mit Miriam Seyffarth

Mit Miriam Seyffarth aka @_noujoum haben wir spontan eine Selbshilfegruppe zur gemeinsamen Verarbeitung des traumatischen Wahlergebnisses gegründet. Wir rätseln wie es weiter gehen kann, was die einzelnen Parteien so alles falsch gemacht haben und warum der Wodka alle ist.

Anfang ^00:00:00

Heute mit Miriam Seyffarth
Hörertreffen
Frau Leutheusser Schnarrenberger
Eine große Koalition droht
Tabea Rössner
Studie des Göttinger Institut für Demokratieforschung
* Studienleiter: Franz Walter

Die Grüne und das Verhalten zu Sex mit Minderjährigen in den 80er-Jahren
Missbrauchsverfolgung in der Vergangenheit, Pädophilie etc
Grüne und Pädophilie
MSpro hat Piraten gewählt, Miriam auch
Miriam Seyffarth war an zweiter Stelle der Landesliste der Piratenpartei Berlin
* „Wer die Wahl hat!&#8220 mit Miriam Seyffarth

Analyse der Wahl durch Miriam ^00:26:35

Verliebt in die Macht
Plan der Piraten beim Thema NSA
MSpros Steile These
SWIFT-Abkommen
Constanze Kurz
MSpro meint, dass das Privatsphären-Narrativ nicht funktioniert
Max erzählt von Leuten die die Überwachung gut finden
Max dachte als Ostdeutscher, das alle im „Westen&#8220 gegen Überwachung sind
„NSA ist wie Stasi, nur schlimmer.&#8220 (Miriam)
* NSA
* Stasi

No Fly List
Lavabit
Zero Day Exploit
„Jedes Fahrradschloss kann irgendwie aufgebrochen werden, aber es ist immer sicherer eins zu.&#8220 (Miriam)
MSpro meint, dass das Bedrohungsszenario immer Teil des Narrativs sein muss
Freiheit statt Angst

Politiker-“Affären&#8220 ^01:02:53

J. Edgar Hoover
Horst Seehofer
Cem Özdemir
Die Rede von Christian Wulf – „Der Islam gehört zu Deutschland&#8220
* Christian Wulff

Frank-Walter Steinmeier
Barack Obama
„Ihr Piraten seid einfach zu nett, das ist das Problem mit euch.&#8220 (Max)
Bill Clinton und die Lewinsky-Affäre

Überwachung und Sicherheit ^01:14:33

Budget der NSA
Humanistische Union
Anne Roth schriebt über die Pedition zur Abschaffung des Verfassungschutzes
Force HTTPS Plugin
Port 443
nerds.fm
SSL ist bei der Polizei gesperrt

Die Piraten und andere Parteien ^01:20:53

TAZ-Artikel über NPD-Wahlwerbung „Sicherheit durch Recht und Ordnung&#8220
Wahlplakat Störer
Vorwurf an die Piratenpartei: „Ein-Themen-Partei&#8220
Wahl-O-Mat
Max sagt voraus, dass die AfD wird bei der nächsten Wahl eine „0,”-Partei sein wird
Miriam äußert ihre Hoffnung das wieder mehr Ruhe in die Piratenpartei kommt
Dokumentation „Joschka und Herr Fischer&#8220
Gründungsparteitag der GRÜNEN (Video)

Koalitionsgespräche ^01:46:36

Wahlstimmenanalyse ^01:53:33

Max stellt fest, dass in Deutschland eine konservative Mehrheit besteht
„Die 5%-Hürde hat sich dieses Jahr bewährt.&#8220 (mspro)
Die Piratenpartei wäre ohne 5%-Hürde mit 13 Sitzen im Bundestag vertreten
Postillon-Artikel
„Gelegenheiten nutzen um sich zum Obst zu machen.&#8220 (Miriam)
„Die AfD haben eine große Chance, sich in den nächsten vier Jahren zu zerlegen.&#8220 (Miriam)
Hamburgische Bürgerschaft
Finden Neuwahlen statt?
Jürgen Trittin
Max hat nicht Bundesradio „gemacht”, sondern die Elefantenrunde
* Bundesradio

Merkels Ruhe in der Macht
Piraten haben auch mal Merkel gewählt
SPD / Steinbrück war nicht wählbar
Elefantenrunde 2005 mit einem siegessicheren Schröder
Ursula von der Leyen hat sich nach dem Netzsperrendesaster gemacht (mspro)
Cicero (Magazin für politische Kultur)
Merkel-Raute
Flashmob der Jungen Union
Wähler machen den Wahl-O-Mat
Respekt für Miriams Moderation beim Piratenparteitag

Miriam ganz persönlich ^02:35:13

Miriam versucht, menschlich zu wirken und stellt sich zum Schluss noch mal vor
Miriam braucht nun doch einen Job nach der missglückten Wahl
Wahlergebnisse Berlin-Neuköln
Alle sind sich einig: Es wurde genügend über die Bundestagswahl 2013 gesprochen und es wird die große Koalition geben
Artikel von MSpro
Eine Schwarze Legislaturperiode für die Netzpolitik angefangen
„Gute Nacht, Netzpolitik.&#8220 (MSpro)
Es wird eine schwarz-rote Koalition geben
„Es gibt eine Bundestagswahl nach Merkel.&#8220 (Max)
Verabschiedung

Sendungsende ^02:50:19

14 Gedanken zu „WMR71 – Wahlkater mit Miriam Seyffarth

  1. Pingback: Vorhersage Samstag, 28.09.2013 | die Hörsuppe

  2. Puh, am Anfang hat Miriam Euch den Po gerettet, und geschickt vom dünnen Eis geführt auf das Ihr Euch begeben habt.

    Ansonsten:
    Entweder lags an Miriam oder am Wodka – einer der entspanntesten WMRs (okay, habe erst 50% gehört) seit langem. Schön!

    • Witzig wie unterschiedlich so ein Stück Audio auf Menschen wirken kann.
      Ich fand das Miriam recht souverän gegen Max und Michael ihr Wort behauptet hat (was bestimmt nicht einfach ist) und es Ihr häufig gelang das Gespräch aktiv auf Ihre Themen zu lenken.

      Sehr guter Gast – schade das es mit dem Bundestag nicht geklappt hat.

    • Am Anfang kam sie wirklich etwas wenig zu Wort. Im Laufe der Sendung ändert sich das aber und sie hat einen mindestens genau so hohen Gesprächsanteil wie die anderen beiden.

  3. “SPD / Steinbrück war nicht wählbar”
    Interessant wie sich die Perspektiven unterscheiden. Selbst wenn Merkel die Kandidatin der Partei gewesen wäre die exakt meine Überzeugungen zu 99% vertritt (was bei der Union ganz sicher nicht der Fall ist) würde ich sie nicht wählen und zwar aus ganz persönlicher Antipathie. Ohne das ich das wirklich unter Kontrolle habe, regt mich ihre ganze Art und ihr Gestus dermaßen auf, dass ich sie beispielsweise im TV wegschalte. Ich verstehe wirklich nicht, was die Leute an ihr finden. Vielleicht habe ich zu viele Spiegelneuronen oder so, ihre unbeholfene Art aktiviert bei drastisches Fremdschämen. Ich bin mir sicher, dass Frau Merkel hoch intelligent ist und eine absolut fähige Politikerin, die allerdings ihr Talent für eine “böse” Sache, nämlich Unionspolitik, einsetzt. Ich bin mir bewusst, dass ich offenbar in einer Minderheit bin an diesem Punkt und ich verstehe es überhaupt nicht woran das liegt, aber Merkel ist aufgrund ihrer Persönlichkeit vollkommen unwählbar. Sie ist ist nicht sympathisch, sie ist peinlich, sie vertritt “böse” Thesen und Politik, sie vertritt mich daher überhaupt nicht, sie ist einfach eine schlechte Kanzlerin.

  4. dass leute wie muhammed ali zum islam konvertiert sind war keineswegs so ein crazy hollywood ding, dass damals nicht politisch kontrovers gewesen wäre, heute dagegen schon. die nation of islam (der bekannte name hier ist malcom x) war eine wichtige gruppe in der schwarzen bürgerrechtsbewegung. ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass das weiße, konservative amerika nicht gerade erfreut war, dass sein box star sich solch radikalen leuten angeschlossen, seinen namen geändert und den vietnamkrieg verweigert hat. siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Ali#The_Nation_of_Islam_and_religious_beliefs

      • das stimmt, max. der diskurs um islam hat sich in den letzten jahrzehnten verändert hin zu antimuslimischem rassismus, wo in bezug auf individuen und bevölkerungsgruppen das “muslimisch sein” als wichtigter aspekt des “die sind anders” und legitimierung von ausgrenzung hergenommen wird. das war vor 20 jahren noch anders.
        man muss aber eben auch den historischen kontext sehen, wenn man über muhammed ali redet: hier ging es um radikale afromamerikanische politik, das war auch kein harmloser modetrend ohne politischen kontext, wie ihr es darstellt.
        das beispiel “muslim sein” taugte aber an der stelle eurer diskussion auch nicht als beispiel über etwas, das skandalös ist und einen politiker in schwierigkeiten bringt, wenn es “raus” kommt. die religiöse zugehörigkeit und praxis ist nichts, was man in einer 20-jährigen parteikarriere verheimlicht, bis man geoutet wird. entsprechend funktioniert diskriminierung da auch anders. ich bin mir sicher, dass das muslimisch-sein von politiker_innen innerhalb der parteien verhandelt wird, anlass für ausgrenzungen/ausbremsungen ist und es ist ja auch gegenstand der öffentlich debatte, wie das beispiel von aygül özkan zeigt, die ministerin in nrw war.

  5. das war irgendwie einer eurer besseren Podcasts. Ob’s am Gast lag? ^^

    Auf jeden Fall ist mir beim Hören ein Licht aufgegangen: Die meisten Leute wählen Parteien nicht nach Inhalten, sondern nach Sympathie und Zugehörigkeitsgefühl. Zu den Piraten fühlen sich offenbar zuwenig Leute, auch durchaus netzaffine, zugehörig.

  6. Was den Piraten fehlt ist “Seniorität” – Leute, die Erfahrung im Politsystem haben und Vollzeit in dem Geschäft arbeiten können. Nach diesem Gespräch kann ich mir Miriam vorerst nicht als MdB vorstellen. Das mag aber noch kommen – deshalb bitte weitermachen.

    ab ca. 00:50
    Eure Bemerkungen über die Stasi halte ich für überzogen. Wenn jeder Witz oder kritische Bemerkung zu Verhaftung oder Berufsverbot geführt hätten, wären über 90% der DDR-Bevölkerung im Knast gelandet.

    Der Laden lief doch nur so lange, weil die Mehrheit der DDR-Bürger mehr oder weniger problemlos ihrem Leben nachgehen konnten. Wie Max auch richtig sagte, die Stasi war nur ein Grund von vielen, warum 89 die Leute auf die Strassen sind.

    Die Dämonisierung des MFS als Megaüberwachungsmonster ist auch kontraproduktiv, wenn es darum geht heutige Aktivitäten von Geheimdiensten einzuordnen und einen “Narrativ” für die jetzige Situation zu finden.

    ab 1:25:00
    “Die Scheiss Mieten sind zu hoch” dürfte eine Anlehnung an “The rents are too damn high” von NY Bürgermeisterkandidat Jimmy McMillan sein:
    http://www.rentistoodamnhigh.org/

    @Max & Mspro:
    Bitte nicht den Gästen ins Wort fallen. Miriam redete irgendwann immer schneller, um ihre Gedanken zwischen euren Unterbrechungen unterzubringen.

    @ Mspro:
    “Ich habe da einen Artikel geschrieben …” kann ich langsam nicht mehr hören

  7. Hallo 343Max,

    Weisst du wie wir das machen – Wir warten einfach solange, bis wir 41,5% bei der Bundestagswahl haben und bis Du (und die Anderen) politikverdrossen bist. Wie schon gesagt … Ihr werdet den Kampf verlieren. Was ist den los?!?!

  8. Pingback: Catching Podcasts, Bundestagswahl 2013 | die Hörsuppe

  9. Vorweg: Klasse Gespräch, klasse Gast.
    ihrseidschonsozwei.net

    ab 45:00 “warum sich die Leute über Google Street View aufgeregt haben, es aber über NSA nicht tun”:
    Ihr liegt beide daneben. Die zwei Gründe lauten: Erstens, sie regen sich nicht auf, weil das Foto von ihrem Vorgarten in ihrem animalischen Kopf viel besser triggert als ihre “persönlichen Daten”. Das eine ist Realwelt, das andere abstrakt. Zweitens, Google hat nicht beteuert, die Daten nur in Ausnahmefällen und um den Terrorismus zu bekämpfen zu benutzen, sondern damit geworben, dass es dieses Album mit den Fassaden kostenlos und offen verfügbar machen wird.

    Übrigens, da lagt ihr auch falsch, haben die Piraten deshalb so unerwartet niedrig abgeschnitten, weil die Volksbespielung letztes mal mit ihnen stattgefunden hat, diesmal mit der AfD. Was beides zu klar sichtbaren aber substanzlosen 2-3% Gunst in der Schafherde geführt hat.

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