WMR12 – 1342 vergeigte Gags

ENDLICH!!!EINS!111 – Wir sind zurück. Nach meiner Rückkehr aus New York mussten sich noch einige Dingse gerade rütteln und dann haben wir erst mal keinen Termin gefunden, aber dann waren wir endlich im Studio (wieder in der Metaebene von Tim Pritlove – DANKE, Tim!) und danach hat Max sein USB-Stick (mit dem Podcast drauf) versagt und dann war irgendwas mit Internet (Irgendwas mit Internet ist ja immer) und dann war die Tonqualität der Tonspur von Max nur so lala und dann hat das mit dem Upload so lange gedauert und dann wollte Mutti noch irgendwas. Ach.

Es ist also alles schief gegangen, was bei so einem Podcast schief gehen kann. Wie immer also. Egal. Hier ist das gute Stück:

Podcast: Wir müssen reden 12 – 1342 vergeigte Gags.

Wir besprechen diesmal einen Shitload von Themen. Vom Essen in New York schwenken wir ein zur Sarrazindebatte, unterbrechen für eine halbstündige Werbesendung, besprechen die Freiheit statt Angst Demo, entwerfen die Idee einer positiven Netzpolitik, verlieren uns in dem Begriff der Öffentlichkeit und stapeln steile These um steile These, um am Schluss die großen Knacker Urheberrecht und so einfach auf die nächste Folge zu schieben.

Es war uns – das meine ich ganz ehrlich – ein Vergnügen!

19 Gedanken zu „WMR12 – 1342 vergeigte Gags

  1. Pingback: Wir mussten dann doch mal wieder reden « H I E R

  2. In Berlin genießt man wahrscheinlich nur gutbürgerliche Küche, Knödel, Rotkohl und so. In Köln jedenfalls geht man ebenfalls zu Parallelgesellschaften essen, zum Türken, zum Koreaner, zum Italiener, zum Inder. Parallelgesellschafter aus Equador, Afrika und Rußland putzen hier sogar meine Toilette. Dafür sind sie gut genug.

  3. Doch, aber da stand das World Trade Center noch. Mir ist schon klar, was Du meinst. Aber im Podcast kommt es schon so rüber, als würde man gelungene Integration an der Internationalität des Essensangebots festmachen.

  4. drikkes – dann ist das Gegenteil dessen rübergekommen, was ich sagen wollte. Fuck Integration, her mit den Parallelgesellschaften! Der eurpäsisierten Ethnofraß in Deutschland ist nichts gegen die Originaltradition. Die bekommt man eben nicht vom Chinesen an der Ecke, sondern nur in Chinatown.

  5. Man macht es sich zu einfach, wenn man alle Menschen die Sarrazin’s Thesen gegenüber aufgeschlossen sind, als rechts oder irgendwie komplett bescheuert einordnet (mspro meinte scherzhaft sowas wie, die könnten sein Buch ja nicht mal lesen, oder sowas).

    Ich kenne gebildete, eher links-orientierte Leute, die das gerade lesen und mir erzählen das sie nicht völlig verkehrt finden, was der Mann da schreibt.

    Auch wenn Twitter-Streams mit Zitaten aus dem Buch gefüllt und massenhaft Rezi’s zum Thema abgesetzt werden – wirklich mitreden kann man nur wenn man das Ding selbst gelesen hat. Alles andere ist Vorurteil und das übernehmen fremder Meinungen.

  6. Danke. Ist nicht so, dass ich nicht versucht habe, es per Google zu finden. Hab’s nur,wie empfohlen, im Zusammenhang mit dem Namen Martin Lindner gesucht, was nicht erfolgreich war. Ietherpad war mir bisher nicht bekannt, damit hätt die Suche wohl geklappt.
    Wäre sehr nett, wenn ihr vielleicht bei den nächsten Folgen die wichtigsten Links auf die Seite packen könntet, so wie’s beispielsweise die Mikrodilletanten machen.

    Deine Idee von der Ethik des Anderen finde ich sehr spannend, vielleicht schaff ich’s zum Vortrag in Kassel, würd da sehr gerne mehr drüber hören.

  7. Webschmock – Ich habe nichts gegen das Übernehmen fremder Meinungen, so lange die mir schlüssig erscheinen. Im Gegenteil, ohne wüßte ich heute so ca. 95% meines Wissens nicht.

  8. Schwieriges Thema. Im Zweifel wird dir immer schlüssiger erscheinen, was jemand sagt der dir sympathisch ist, oder der in deinen Augen irgendeine Reputation hat oder deine politische Weltanschauung teilt. Und trotzdem kann es völlig falsch sein – nicht mal „objektiv“, sondern einfach nur für dich.

  9. Die These von 343max, dass Netzpolitik tendenziell konservativ sei, teile ich nicht.

    Beispiel Netzneutralität: Zur Zeit haben wir Traffic-Diskriminierung und z.B. T-Mobile will extra Cash für das Entblocken (!) gewissen Traffic-Kategorien. Auch bei Positionen gegen DRM oder zu offenen Standards finden sich progressive Stoßrichtungen, die bei einem Verzicht auf neue Regelungen keine Chance haben.

  10. @erlehmann: Sind doch zwei wunderbare Beispiele: Netzneutralität will, dass alles so bleibt wie es jetzt gerade im Netz (DSL) ist, und in neuen Bereichen (3G, LTE) so bleibt und nicht geändert wird. DRM: wir wollen, dass alles wieder unverschlüsselt ist.

    Beides Positionen, bei denen lediglich formuliert wird, warum es schlecht wäre, wenn es so bleibt aber nie warum es gut wäre, wenn sich das ändert.

    Simples reagieren auf aktuelle Änderungen und der Versuch diese abzuwehren, keine längerfristige, positive Zukunftsvision.

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